Kennen Sie diese Gefühle?
Sie haben keine Lust auf die Arbeit zu gehen. Fühlen sich beim Gedanken daran krank und antrieblos. Sie haben innerlich schon Ihren Arbeitsplatz gekündigt?
Welche Gründe gibt es für eine innere Kündigung?
- schlechtes Arbeitsklima
- Mobbing
- fehlende Anerkennung, sei es Lob oder finanzielle Anerkennung
- mangelndes Vertrauen in Kollegen, etc.
- mangelndes Vertrauen, das einem entgegengebracht wird
- unzufrieden und unglücklich mit der Tätigkeit an sich
Gründe für eine innere Kündigung gibt es jede Menge. Jeder empfindet andere Gründe als wichtig und erheblich für diese innere Kündigung. Wie war das bei Ihnen?
Warum haben Sie bisher nicht gehandelt?
Es kann sein, dass Sie Ihre Situation erkannt haben: Sie wollen nicht mehr. Doch was hindert Sie daran, zu handeln? Warum nehmen Sie Ihr Glück nicht in die Hand und verändern sich beruflich?
Die Angst vor Veränderung
Klar, wenn etwas verändert wird, gerade im Bereich Job und Geld, zieht das gerne einen riesigen Rattenschanz hinter sich her. Die Konsequenzen, wenn Sie real kündigen, sind erstmal unüberschaubar.
Mögliche Gründe:
- Konfliktscheu
Sie gehen Konflikten aus dem Weg, um den Schein zu wahren - Sie werden finanzielle Einbußen haben
Sei es im neuen Job oder fehlende soziale Unterstützung, wenn Sie selbst kündigen
Sie bekommen 3 Monate Sperrfrist bei der Agentur für Arbeit - Sie werden Ihren sozialen Status verlieren
bzw. denken, dass Sie ihn verlieren könnten
Eine ehrliche Frage:
Was ist Ihnen wichtiger? Jetzt unter widrigen Bedingungen zu arbeiten und gesundheitliche Probleme bekommen (und sich damit das Leben zu verkürzen) oder kurzfristig verzichten zu müssen, damit Sie mehr vom Leben haben?
Wege aus der inneren Kündigung
Kennen Sie das Sprichwort “love it, change it or leave it”? Genau nach diesem Muster werden Sie gleich erfahren, wie Sie Ihren Weg aus der inneren Kündigung finden.
1. love it
Überprüfen Sie Ihre Einstellung zu Ihrem Job!
Sind Sie nur “Arbeiter” oder hat Ihre Arbeit einen tieferen Sinn?

Nehmen Sie sich dieses Motivationsposter zu Herzen:
Was ist Ihr Sinn, Ihre Vision auf der Arbeit?
Was würde passieren, wenn Sie Ihre Arbeit nicht tun würden?
Schaffen Sie sich eine Perspektive!
Welche Stellen sind intern zu besetzen? Welche Stellen könnten in den nächsten Jahren frei werden? Was muss ich mir an Wissen aneignen, um diese Stellen besetzen zu können?
Eignen Sie sich Wissen für Ihren Job an. Fragen Sie nicht danach, wer das bezahlen soll, ausser Sie selbst! Nicht andere sind für Ihr Wissen verantwortlich, sondern Sie selbst. Natürlich können Sie an vielen Stellen nach Förderung fragen, aber machen Sie Ihre Karriere nicht davon abhängig!
Nutzen Sie dafür Angebote der Volkshochschulen oder ein Fernstudium.
Fordern Sie Feedback!
Wenn Sie sonst kein Feedback bekommen, dann fordern Sie es. Stellen Sie eine Art Eigenlob in den Raum und lassen Sie es sich bestätigen! “Das ist aber super gelaufen heute, oder?”
Geben Sie sich selbst Feedback!
Setzen Sie sich am Ende des Tages hin und stellen sich folgende Fragen:
- Was habe ich heute wirklich gut gemacht?
- Was habe ich heute dazu gelernt?
- Was kann ich morgen verbessern?
Schreiben Sie über diese Fragen und Antworten ruhig ein Erfolgstagebuch. So haben Sie die Möglichkeit, auch rückblickend Ihre Entwicklung nachzulesen und vielleicht auch darüber zu lachen….
2. change it
Wenn Sie etwas nicht “lieben” können, dann ändern Sie es!
Regen Sie Änderungen an! Gehen Sie zum Chef, Vorarbeiter, Abteilungsleiter und teilen Ihm Ihre Vorschläge mit. Natürlich kann es sein, dass Sie das schon versucht haben und denken, dass es sich eh nicht lohnt.
Fassen Sie den Entschluss. Schreiben Sie Ihr Anliegen auf.
- Welchen Nutzen hat Ihr Anliegen für die ganze Firma?
- Welche Kosten können durch Ihre Idee gespart werden?
- Wieviel muss für die Idee investiert werden?
- Vermeiden Sie zu erwähnen, was alles schief läuft, erwähnen Sie nur, wie sich die Situation positiv ändert!
Suchen Sie einen passenden Zeitpunkt für Ihr Anliegen oder terminieren Sie ihr Anliegen mit Ihrem Vorgesetzen. In der Regel sollten Verbesserungsvorschläge in den Firmen mittlerweile geünscht sein.
Suchen Sie sich Supporter!
Welcher Ihrer Kollegen kann Sie unterstützen? Nehemen Sie ihn mit ins Boot!
Bewerben Sie sich intern neu!
…wenn Sie die Qualifikation dafür haben. s. Schaffen Sie sich eine Perspektive
3. leave it
Last but not least! Lassen Sie es sein!
Wie Sie “elegant” aus Ihrer Firma aussteigen
Absolut unerlässlich ist der Blick über den Tellerrand! Bevor es zu spät ist!
Das empfehle ich eigentlich jedem Arbeitnehmer: Schauen Sie sich um. Was gibt es neues in Ihrer Branche, in Ihrem Beruf? Wieviel verdienen Kollegen in anderen Betrieben? Wie ist dort die Moral? Was funktioniert bei denen? Was funktioniert nicht?
Schaffen Sie sich einen Überblick über das, was draußen in der “echten Welt” los ist.
Packen Sie die Chancen!
Sie werden dann bestimmt in die Versuchung kommen, Bewerbungen zu schreiben, oder? Dann tun Sie es! Bewerben Sie sich in anderen Firmen!
Lassen Sie sich einvernehmlich kündigen
Da Sie hoffentlich die Möglichkeiten love it und leave it schon versucht haben, weiß Ihr Chef auch bescheid, dass es Ihnen vielleicht nicht mehr so gut in der Firma gefällt. Klären Sie in einem ruhigen Gespräch, dass es für Sie keinen Zweck mehr hat und gerne gekündigt werden möchten. Das wird Ihnen bestimmt keiner ausschlagen.
Passen Sie nur bei Aufhebungsverträgen und Ihrer Abfindung auf. Kären Sie die Situation vorab und auf jeden Fall nach der Kündigung innerhalb von 3 Wochen mit einem Anwalt für Arbeitsrecht!
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Haben Sie auch solche Erfahrungen oder andere Tipps und Vorschläge? Dann teilen Sie uns das mit.
P.S. Dass das Thema immer akuter wird, können Sie in diesem Artikel in RP Online lesen: http://www.rp-online.de/beruf/arbeitswelt/Arbeitszufriedenheit-rapide-gesunken_aid_823261.html
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