Eine Routine für mehr Gelassenheit

geschrieben von Ralph Kurz am 13.01.2019

Wie startet man gelassen in den Tag? Und wie müssten sich die Umstände gestalten, damit du am Ende des Tages sagen kannst, dass du den Tag gelassen gemeistert hast? Woran machst du abends fest, dass der Tag gelassen gelaufen ist?

Es gibt keine Garantie dafür, dass der Tag gelassen abläuft. Nie. Der Versuch, das Leben zu kontrollieren, gelingt selten. Allerdings kannst du mit ein paar Minuten Zeit morgens und abends einige Gelassenheits-Impulse vorausschicken und wieder einsammeln.

Was ist heute zu tun?

Wenn man weiß, was vor einem liegt, kann man sich "mental darauf vorbereiten", wie man so gerne sagt. Also: wie sieht dein Tag aus? Was gibt es zu tun?

Oft ist es auch sinnvoll, sich diese Frage am Abend zuvor zu stellen: was gibt es morgen zu tun? Was kann ich heute noch vorbereiten, damit es morgen (einigermaßen) glatt läuft?

Welche Ereignisse könnten dich heute aus der Bahn werfen?

Wenn doch nur jeder Tag ruhig laufen würde... wo wäre denn da die Herausforderung?

Es gibt bestimmt ruhige Tage, doch hin und wieder gibt es Herausforderungen, an die man ungern denkt. Es muss nicht immer das Vorstellungsgespräch oder ein Familienereignis sein, das einen sorgt. Manchmal reicht auch der immer wiederkehrende Stau auf der Autobahn.

Was auch immer dich heute beunruhigen könnte: mit welcher Einstellung könntest du an das Ereignis herantreten, damit es weniger "schlimm" ist?

Mit welcher Einstellung könntest du dem Stau begegnen? Vielleicht einfach eine halbe Stunde früher oder später starten. Ein gutes Hörbuch oder eine stimmungsvolle Playlist?

Wie könntest du dem nervenden Kollegen begegnen? Vielleicht einfach auf Durchzug stellen und dich nicht ablenken lassen? Ihm sagen, dass du gerne in der Mittagspause auf sein Anliegen eingehst?

Bisher habe ich noch nicht viel über Methoden, Strategien und Perspektiven für mehr Gelassenheit geschrieben. Wenn du willst, trage dich in den Newsletter ein, dann bleibst du auf dem Laufenden.

Das Ziel ist, gelassener und optimistischer auf das zu blicken, was heute zu tun ist. Das Gefühl zu haben, dass man gut vorbereitet ist, lässt die Gedanken weniger in die Zukunft schweifen und wenn, dann mit mehr Optimismus und eben dem Gefühl gewappnet zu sein.

Stressfrei starten

Falls der größte Ungelassenheitsfaktor daher kommt, dass du zu unpünktlich aus dem Bett kommst, durchs Bad und aus der Tür hetzen musst, dann weißte schon Bescheid, was zu tun ist, nicht wahr?

Alter Tipp: einfach den Tag entspannter starten. Ein wenig mehr Zeit für die neue Morgenroutine bzw. die Vorbereitung auf den Tag darfst du dir schon geben.

Der Punkt ist, dass Gelassenheit auch Zeit benötigt. Aber die Zeit ist ja nicht umsonst. Wenn der Tag insgesamt etwas ruhiger abläuft, dann ist man Abends auch nicht sooooo fertig und gestresst und abgespannt und man hat noch Energie für Hobbies oder Familie.

Aber wie gesagt, alter Hut - große Wirkung.

Entschleunigter Feierabend

Der Tag war ja schon fordernd genug. Was also könnte deinen Feierabend, deinen Tagesabschluss entschleunigen? Ein gutes, gesundes Abendessen mit der Familie oder mit Freunden?

Ein gutes Buch? Eine Massage, Meditation oder ein Bad?

Die Zeit zu finden, abzuschalten und über den Tag zu reflektieren, finde ich sehr wichtig.

Wenn du dann etwas Ruhe gefunden hast, kannst du auf deinen Tag blicken und dich fragen:

  • Ist mir meine Vorbereitung heute gelungen?
  • Was lief heute gut?
  • Welche Handlungen oder Nicht-Handlungen verzeihe ich mir heute und mache sie morgen besser?
  • Für welche Ereignisse war ich heute dankbar?

Es lohnt sich auch, die Gedanken schriftlich festzuhalten.

Gelassenheit ist erlernbar

Im Endeffekt habe ich oben eine simple Gelassenheits-Routine beschrieben: Was tue ich, damit der Tag gelassener wird? Hat das geklappt? Was mache ich morgen anders? Hat das geklappt? usw.

Damit beginnt der "Gelassenheits-Kreislauf".

"Wie arrangierst du deinen Tag, um mehr Gelassenheit einzuladen?"

Ich würde die Formel mittlerweile wie folgt beschreiben:

Heute die Fähigkeiten lernen, die ich gestern gebraucht hätte; um morgen das Leben zu meistern.

Nicht mehr und nicht weniger.


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