Von Ralph Kurz am 04.02.2019

Jedem Ende wohnt ein Anfang inne.

Und damit meine ich, dass meist auf jeden Abend ein Morgen folgt; und dass der Abend einen besonderen Einfluss auf den Morgen hat, vor allem, wenn die Nacht gut war.

Schlaf. lange. gut.

Um einen Tag erfolgreich und gelassen zu gestalten, ist eine ordentliche Portion Schlaf notwendig. Man kann auf die Wissenschaftler hören oder es selbst ausprobieren: weniger als 7 Stunden Schlaf funktioniert für die wenigsten. Was die Schlafqualität angeht, so gibt es jede Menge Ratschläge und Empfehlungen. Mein Tipp: informieren, beraten lassen, ausprobieren.

Aber es gibt auch noch eine entscheidende Phase vor dem Schlaf und das sind die Stunden davor.

Wie verbringst du deine Abende (wobei ich mit Abenden die Zeit vor dem Schlafen meine)?

Mach die Kiste aus!

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass die beleuchteten Displays von Monitoren, Tablets oder Smartphones die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin beeinträchtigt. Daher empfehlen die Experten, spätestens zwei Stunden vor dem Zubettgehen nicht mehr auf beleuchtete Displays zu starren. Falls es doch notwendig und unentbehrlich ist, so gibt es in vielen Betriebssystemen die Möglichkeit, das Blaulicht des Displays anzupassen.

Hinzu kommt die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, sich mit Mord, Totschlag und anderem Drama das Hirn verseuchen zu lassen.

Ich bevorzuge gerne ein Buch oder einen Online Kurs zu einem interessanten Thema (natürlich mit Blaufilter).

Complete Unplug

Ich übe mich diese Woche darin, ab 20:00 Uhr bis zum nächsten Morgen kein SocialMedia oder Messenger mehr zu nutzen. Und ab 21:00 Uhr gibt es auch keinen Blick auf einen Monitor mehr.

Dann ist Zeit für Familie, Privates, Hobbies, Analoges und Lesen. So wie damals, als es diese ganze Technik noch nicht gab.

Probleme nicht mit in die Nacht nehmen

"Da schlafe ich noch eine Nacht drüber."

Das Unterbewusstsein (oder das Gehirn, wer und wo auch immer) hat die enorme Fähigkeit, nachts ordentlich aufzuräumen und eventuell das ein oder andere Problem dabei quasi über Nacht zu lösen.

Ich habe auch gute Erfahrungen damit gemacht, dass es sogar besser funktioniert, wenn ich die Gedanken vorher aufgeschrieben habe. Zum Beispiel so, wie ich es hier beschrieben habe.

Denn mit Grübeln ins Bett zu gehen kostet oft wertvolle Schlafenszeit, die man am nächsten Tag in die Lösung eines Problems stecken kann.

Den nächsten Tag vorbereiten

Ich schlafe entspannter, wenn ich abends schon den nächsten Tag vorbereitet habe. Sei die die Klamotten fertig habe, das Frühstück, soweit möglich, vorbereitet habe oder die nötigen Sachen schon gepackt habe.

Auch ist es sinnvoll, so raten viele Zeitmanagementexperten, den kommenden Tag zu planen:

  • Was möchte ich morgen tun?
  • Welche Aufgabe wäre absolut wichtig für mich?
  • Welche Termine stehen an?
  • Was könnte passieren, das meine Gelassenheit auf die Probe stellt?

Experimentieren

Zusätzlich zu meiner Gelassenheits-Abend-Routine werde ich mit weiteren Möglichkeiten experimentieren, wie ich den Abend ruhiger gestalten und einen erholsameren Schlaf erhalten kann.

Es gibt so viele Möglichkeiten, die Abende so zu gestalten, dass der Morgen besser wird. Und jetzt mal ehrlich: jeder sucht nach Ruhe, Entspannung und Gelassenheit - wie sollte man einen Abend besser ausklingen lassen, als so, wie man das möchte?

Was gehört für dich zu einem ruhigen Abend?

  • Ein Bad nehmen? Einen Tee trinken?
  • Hyggelig ein Buch lesen?
  • Meditieren?
  • Sportlich auspowern? (aber nicht zu spät)
  • Andere Tipps für einen besseren Schlaf findest du auch hier

Sehr empfehlenswert ist es auch, sich eine Routine für das direkte Zubettgehen zu überlegen. Das signalisiert dem Körper, dass nun Schlafenszeit ist und stellt sich um. Das kann ein bestimmter Ablauf von Zähneputzen, Lüften, Umziehen oder was auch immer zu deinem Ablauf passt, sein. Denn irgendwann ist auch Schluss mit dem Experimentieren.

Entspannt in den Tag starten

Und was denkst du, passiert, wenn du eine gute Nacht hattest? Genau, der Morgen beginnt direkt eine Stufe besser. Erfrischter. Vorbereiteter. Heiterer. Gelassener.

Wenn man am Ende schon den Anfang im Sinn hat, bringt man eine gesunde Aufwärtsspirale in Gang.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine gute Nacht und einen genialen Morgen!